Seelsorger / Seelsorgerinnen


zur Person

  • Pfarrer Fuß stellt sich vor / "Pastoraler Raum nimmt Gestalt an"

    Mein Name ist Walter Fuß. Ich wurde 1960 mit meinem Zwillingsbruder als ältester von drei Kindern in der Eisenhüttenstadt Völklingen im Saarland geboren. Meine glückliche Kindheit verbrachte ich zum Teil in Frankreich, wo mütterlicherseits meine Familie wuzelt, väterlicherseits in der Pfalz. Frankreich ist bis heute meine emotionale Heimat; deshalb verbringe ich dort in einem alten Bauernhaus, was früher einmal Pfarrhaus war und das ich heute mein Eigen nennen darf auch mit meiner vier Jahre alten Hündin MIRA meine Urlaube.

    Nach der üblichen Schulzeit machte ich als Jugendlicher auf der damals noch qualmenden Völklinger Hütte, heute Weltkulturerbe, eine Ausbildung. Immer schon neugierig auf das Leben und auf Menschen trieb es mich in den Achtzigern an den Rhein nach Neuss, wo ich tagsüber arbeitete und abends das Abendgymnasium besuchte.

    Die Tätigkeit auf der Pflegestation eines Altenheimes und die erlebte Freiheit in kirchlicher Jugendarbeit brachten mich auf den Gedanken, die Not der Menschen ändern zu wollen.

    So trat ich Anfang des Jahres 1984 in das Trierer Priesterseminar ein, studierte Theologie und Philosophie, verbrachte mein Außenstudium in Freiburg und widmete mich dort auch dem Studium der Philologie (Latein). Nach dem Diplom 1989 führte mich meine erste Stelle wieder an den Rhein, nach Vallendar. Meine Diakonats-Zeit verbrachte ich in Dierdorf im Westerwald, nahe der Abtei Marienstatt. Am 06. Juli 1991 empfing ich durch unseren damaligen Bischof Dr. Hermann-Josef Spital das Sakrament der Priesterweihe. Als Kaplan durfte ich meine ersten Schritte als Priester in Adenau, Dümpelfeld und Herschbach wagen, bevor es mich 1994 nach Gerolstein und Rockeskyll als Vikar verschlug.

    Meine erste Pfarrstelle trat ich 1997 in Ulmen und Alflen an. Schon bald kamen die Pfarreien Lutzerath, Gillenbeuren und Wollmerath dazu, 2007 dann die Pfarrei Bad Bertrich, 2009 die Pfarrgemeinden Gevenich, Urschmitt und Beuren und 2011 schließlich die Pfarreien Büchel und Faid. Seit 2008 wurde ich nach meiner Aufgabe als Definitor in den Dekanaten Maria Martental und Karden Martental zuerst Dechant des Dekanates Karden Martental und 2014 nach der Zusammenlegung Dechant des Dekanates Cochem. 2016 übernahm ich zusätzlich die Vakanz-Verwaltung der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch mit ebenfalls zehn Pfarreien.

    Nun hat mich unser Bischof Dr. Stephan Ackermann vorerst zum Pfarrverwalter Pfarreiengemeinschaften Kirn und Idar-Rhaunen-Bundenbach berufen. Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und fühle mich durch zweierlei getragen; einmal durch meine Lebensfreude, die nach meiner Krebserkrankung unumwunden stark ist und mich Nichts als selbstverständlich nehmen lässt und mein hoffnungsvoller Glaube, der auf einen Gott vertraut, der für uns Menschen Gutes will. So kann ich heute als Motto meines Lebens und Glaubens meinen Primiz -Spruch nennen „In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist“, denn du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott und meine Lieblingsbibelstelle im Johannesevangelium Kapitel 10 Vers 10: „Ich will, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

    In den vergangenen Jahren hat mich die Seelsorge immer wieder Menschen mit Beeinträchtigung, oder wie es die Bolivianer sagen „Menschen mit besonderen Talenten“ begegnen lassen, wodurch INKLUSION in allen Facetten meines Handelns maßgeblich ist und mich auch immer wieder bewegt, die vier Perspektivwechsel unserer Synode zu buchstabieren; vom einzelnen her denken, synodal und auf Augenhöhe handeln und Charismen fördern.

    Mit Ihnen will ich Kirche sein, Christus ein Gesicht geben und was alle angeht auch mit allen entscheiden. Ich denke, dass das gut gehen wird, denn Gott ist an unserer aller Seite und leitet uns. In diesem Sinne pax et bonum (Friede und Gutes), Ihr neuer Pfarrer Walter Fuß